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30.01.2019 11:33

Gutachten Batteriespeicher Elektra

Speicherkapazitäten zum Ausgleich von Lastspitzen
Gutachten Batteriespeicher Elektra

Ein Teil der Netznutzungsentgelte, welche die Gemeinde Steinach an die
St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (nachfolgend SAK) entrichtet, werden durch die monatlichen Lastspitzen verursacht. Es ist in den nächsten Jahren mit einem erhöhten Photovoltaikausbau zu rechnen. Diese haben direkt eine Auswirkung auf die Netzstabilität, den Netzausbau und die Netzkosten.

Durch den Einsatz eines Batteriespeichers lassen sich die Lastspitzen und somit die leistungsbezogenen Netznutzungskosten reduzieren. Darüber hinaus kann ein Batteriespeicher als Regelreserve im Dienst der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid eingesetzt werden, was zusätzliche Erlöse generiert. Zudem ist es mit einem Batteriespeicher möglich überschüssige Energie lokal zu verbrauchen.

In einer ersten Machtbarkeitsstudie wurden mehrere Batteriespeichergrössen untersucht. Die optimale Grösse für den vorgesehenen Standort Kläranlage Morgental in einer Kosten-Nutzen Betrachtung ergab 1.25 MW Leistung und 1.25 MWh nutzbare Kapazität. Die Nutzungsdauer des Batteriespeichersystems beträgt mindestens 15 Jahre. Die Erträge generieren sich aus der Nettostromkosteneinsparung sowie den Regelleistungserlösen. Es ist eine durchschnittliche Rendite von 2.5 % zu erwarten. Auf Grund eines indikativen Angebotes werden die Investitionskosten auf rund 1 Mio. Franken und die Betriebskosten über 15 Jahre Nutzungsdauer auf 0.2 Mio. Franken geschätzt. Der Gemeinderat beantragt der Bürgerschaft deshalb einen Kredit von rund 1 Mio. Franken für den Bau eines Batteriespeichers der Elektra. Der Kredit wird nur ausgelöst bei einem positiven Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsbewertung und einer Rentabilität von mindesten 1.5%.

Gemeinderat Steinach

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